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Justin Engel erobert die Herzen der Haller Rasentennisfans – Terra Wortmann Open 2025

By Andrea Trentmann

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Eine stürmische „Viererbande“ 17jähriger Teenager sorgt derzeit für Furore und große Erwartungen in der Tenniswelt: Justin Engel aus Nürnberg, Diego Dedura aus Berlin, Max Schönhaus aus dem sauerländischen Ense und Niels McDonald aus Schwerin.

Engel und Schönhaus trauten sich auf den „ungewohnten“ Rasenbelag und nahmen die von Turnierdirektor Ralf Weber offerierten Quali-Wildcards an.

Von den Zuschauern mit großem Interesse erwartet, zeigte Engel (ATP 281) eindrucksvoll was in ihm steckt. Nicht einmal 24 Stunden nach seiner Viertelfinal-Niederlage bei den BOSS Open in Stuttgart lieferte sich der Franke ein hochklassiges, energiegeladenes Erstrundenduell mit Roman Safiullin (ATP 74). Nach fast drei Stunden siegte Engel mit 6:7(4), 7:6(6) und 7:5.

Justin Engel spielt in der zweiten Qualifikationsrunde gegen Sebastian Ofner. Foto: Terra Wortmann Open

Doch die Zahlen greifen zu kurz: durch seine mutige, technisch ausgefeilte Spielweise und sein Auftreten hat er sich in die Herzen der Tennisfans gespielt. Er verstand es, die Zuschauer für sich zu gewinnen. Bei allem jugendlichen Elan vermittelt er jedoch ein Gefühl von Bodenhaftung und Bescheidenheit. Nach seinem Sieg hat er geduldig Autogramme geschrieben und einen sehr guten Eindruck hinterlassen.

„So eine Vorstellung hat man von einem jungen deutschen Spieler hier schon lange nicht mehr gesehen“, bilanzierte Weber, „Justin hat vor allem eine Qualität: Keine Angst vor niemandem. Und eine Mentalität, immer 100 Prozent rausholen zu wollen.“ Kein Wunder, denn Rafael Nadal ist Engel’s großes Vorbild, was sowohl seine Leistung als auch sein Auftreten betrifft.

Am Sonntag verlor Engel in zwei Sätzen in der finalen Bewerbungsrunde für das Hauptfeld gegen den Österreicher Sebastian Ofner, der sich sehr anerkennend über seinen jungen Gegner mit den kraftvollen Schlägen und seiner körperlichen Fitness äußerte.

Max Schönhaus in Halle. Foto: Terra Wortmann Open

Lokalmatador Schönhaus lieferte dem Niederländer Jesper Jong in der ersten Qualifikationsrunde einen begeisternden Fight über drei Sätze – leider ohne Happy End. Turnierdirektor Weber zeigte sich jedoch beeindruckt: „Max steht ja 1000 Plätze in der Weltrangliste hinter de Jong. Und man hat keinen wirklichen Klassenunterschied gesehen. Das war eine tolle Leistung.“

In der abschließenden Pressekonferenz lobte Weber die Auftritte der ganz jungen deutschen Tennis-Generation. „Justin Engel und Max Schönhaus haben es zwar nicht ins Hauptfeld geschafft, aber dennoch überzeugende Vorstellungen in der Qualifikation geboten.“ Der Turnierchef kündigte an, in Zukunft weiter stark auf die Förderung der nationalen Talente setzen und ihnen Spielmöglichkeiten geben zu wollen. „Das gehört praktisch zur DNA des Turniers, das betrachten wir als Verpflichtung“; so Weber.

Titelfoto von Terra Wortmann Open

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